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30.11.2020

Wir begrüßen 8 neue Ehrenamtliche in der Sterbebegleitung

Sterbebegleitung – das mag sich für viele erst einmal abschreckend anhören. Traue ich mir das wirklich zu?

 
Kann ich mir das wirklich vorstellen? Wird es komisch, weil ich die einzige jüngere Teilnehmerin bin? Das waren Gedanken, die ich hatte, bevor ich mich für den Kurs entschied.

Bildquelle: Monika Cordes-Salm

Tatsächlich ist die qualifizierte Vorbereitung für Sterbebegleitung aber eine unheimlich intensive und ermutigende Erfahrung. Gerade durch die Themen Tod und Sterben, die zum Leben dazugehören, entwickelten sich eine Tiefe in Gesprächen und eine Nähe zwischen uns Teilnehmenden. Jeder brachte seine eigene Geschichte mit, jeder durfte sich auf seine Weise entfalten, wurde mit seinen Gefühlen, Grenzen und Stärken gesehen und respektiert. Und wenn jemand festgestellt hätte, dass er oder sie den Kurs doch abbrechen möchte, wäre auch das jederzeit möglich gewesen.

Die ganzen acht Monate über wurden wir sensibel begleitet und durften uns auch mit unseren eigenen Erfahrungen und Persönlichkeiten auseinandersetzen – denn nur wenn wir uns selbst verstehen, können wir auch wirklich für andere da sein. Der Unterricht war trotz Corona-Einschränkungen abwechslungsreich, visuell und meist voller Energie.

Für mich hat sich vor allem gezeigt: Die Auseinandersetzung mit dem Tod nimmt eher die Angst vor diesem Thema als sie zu fördern. Außerdem werden wir nicht nur darauf vorbereitet, anderen zu helfen – wovon auch Menschen in unserem Umfeld profitieren können –, sondern lernen auch viel über uns selbst.



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